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Im Jahre 1867 kaufte “Thomas Henry Ismay” die bankrotte Gesellschaft „White Star Line“. Sein ältester Sohn „Bruce Ismay“ wurde am 1. Januar 1891 in die Firma aufgenommen, die er bereits ein gutes Jahr später mit seinem jüngeren Bruder komplett übernahm. Beide waren sich darüber einig, dass zukünftig gebaute Schiffe mehr auf Komfort als auf Geschwindigkeit abzielen sollten. Nach dem Bau einiger hervorragender Schiffe wurde die Gesellschaft 1902 jedoch an den amerikanischen Unternehmer “J. Pierpont Morgan” verkauft. Trotzdem blieb „Bruce Ismay“ der Firma treu und wurde zwei Jahre später im Alter von 41 Jahren, Präsident der „White Star Line“.

Zu einem Dinner im Jahre 1903, liess “Lord James Pirrie”, Präsident der Schiffbaugesellschaft „Harland & Wolff Ltd.“ in das Downshire House in London einladen. Seine Gäste waren u.a. auch „J. Bruce Ismay“. Sie waren Verbündete gegen ihren Hauptkonkurrenten „Cunard Line“. Während dieses Dinners heckten beide einen kühnen Plan aus. Sie wollten zwei riesige Luxusdampfer bauen lassen, dem später ein dritter folgen sollte. Luxus sollte vor der Geschwindigkeit die Hauptattraktion darstellen, denn Sie fanden es ziemlich sinnlos, dauernd um die schnellste Atlantiküberquerung zu kämpfen. Man solle schliesslich solch eine Seereise in vollen Zügen geniessen, so fanden beide. Die „White Star Line“ wollte nun aber dafür das grösste Schiff der Welt bauen.

Da in Irland zurzeit eine fürchterliche Hungersnot herrschte, und bald schon die Hälfte der Bevölkerung nach Amerika auswandern wollte, reichte allerdings für diesen Verkehr nach „New York“ ein Schiff nicht aus, weswegen insgesamt drei Ozeanriesen geplant wurden.

Ihre Namen waren „Olympic“, die „Titanic“ und „Gigantic“, das jedoch erst viel später gebaut werden sollte. Nach dem Unglück der „Titanic“ änderte man jedoch den Namen „Gigantic“ sofort in „Britannic“ um.

Die beiden machten sich umgehend daran, ihren Traum in die Tat umzusetzen. Es wurden sofort genaue Pläne vom Leiter der Konstruktionsabteilung „Thomas Andrews“ entworfen und nachdem „Harland & Wolff“ die Docks umgebaut hatten, konnte am 16. Dezember 1908 die erste Kielplatte für die „Olympic“ gelegt werden. Erst drei Monate später, am 31. März 1909, wurden die Arbeiten an der „Titanic“ begonnen.

(c) Wikipedia
Gemälde von Willy Stöwer
(c) http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:St%C3%B6wer_Titanic.jpg

Die Konstruktion

Die Gesamtlänge betrug stolze 269,10 m, die Breite 28,20 m. Die Gesamthöhe der „Titanic“ vom Kiel bis zum Dach der Brücke mass 31,7 m. Zwei Dampfkolbenmaschinen mit insgesamt 30.000 PS bildeten die Hauptantriebskraft, womit eine Reisegeschwindigkeit von 21 Knoten erreicht werden konnte. Der Rumpf aus Stahlplatten wurde mit der damaligen Technik einfach zusammengenietet. Zwar wurden 15 wasserdichte Querschotten eingebaut, diese ragten aber nicht hoch genug durch die Decks hinauf. So konnten nur zwei Abteilungen geflutet werden ohne das die „Titanic“ untergeht, aber nicht Vier, nicht Vier…

Kein Lärm war zu hören, als die „Titanic“ ohne jede Zeremonie sanft in 62 Sekunden in den „Lagan“ glitt. Nach dem >> Stapellauf wurde noch ein Empfang im „Grand Central Hotel“ organisiert, bevor am nächsten Morgen die Arbeiten an der Ausstattung weitergingen.
 

Die Ausstattung

Auf 300 Seiten wurde die gesamte Ausstattung der „Titanic“ von den Designern festgelegt. Es übertraf alles bis dahin übliche, selbst die Anzahl der Rettungsboote wurde nach damaliger Rechtsprechung erhöht…
 

Die Reise

Der Abreisetag der „Titanic“ in Southampton war der 10. April 1912. An diesem Mittwoch ging Kapitän Smith bereits um 7:30 Uhr an Bord und kontrollierte zuerst den Seewetterbericht. Die Passagiere erreichten mit dem Zug gegen 11:30 Uhr den Kai und betraten das Schiff so schnell, dass der Zahlmeister Schwierigkeiten hatte den Überblick zu behalten. Um Zwölf Uhr gab der Kapitän schliesslich den Befehl zur Abfahrt.

Nach einer sechsstündigen Reise erreichte man „Cherbourg“ wo weitere Passagiere zustiegen. Diese wurden mit dem Heute letzten noch existierenden Tender „Nomadic“ zur „Titanic“ gebracht, bevor es weiter nach „Queenstown“ ging. Danach fuhr Sie auf die offene See und hatte zum letzten Mal Land gesehen…
 

Die Katastrophe

Frederick Fleet läutete um 23:40 Uhr sofort dreimal die Warnglocke im Krähennest, als er den Eisberg voraus entdeckte. Zwischen der Entdeckung und der Kollision lagen nur etwa 30 Sekunden.

Die „Titanic“ kollidierte schliesslich an der Steuerbordseite und sinkt nach einem mörderischen Kampf gegen 2:20 Uhr zum Grund des Atlantiks.

Nur ein Schiff eilte der „Titanic“ zu Hilfe. Es ist die „Carpathia“, die erst nach Vier Stunden die umher treibenden Rettungsboote erreicht. Von den 2.228 Menschen die an Bord der „Titanic“ gewesen waren, wurden an diesem Morgen nur noch 705 gerettet. 1.523 waren verloren…

Nach der „Titanic“-Katastrophe zog sich „J. Bruce Ismay“ sowie auch der eigentliche Eigentümer „J. Pierpoint Morgan“ aus dem öffentlichen Leben zurück und lebten fortan in völliger Abgeschiedenheit bis zu Ihrem Tode…
 

Das Wrack

Am 1. September 1985 wurde das Wrack der „Titanic“ von dem Ozeanographen „Robert D. Ballard“ in 3800 m Tiefe entdeckt. Bis zu seinem Buch 1987 konnte er die genaue Stelle des Wracks geheim halten…

 

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